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Lesung von Claus Beese im Kahnschifferhaus

Am Freitagabend, dem 15. März, hatte der Heimatverein den Schriftsteller Claus Beese zu einer Lesung aus seinen Büchern ins Kahnschifferhaus eingeladen.

Claus Beese wurde 1955 in Bennigsen, in Niedersachsen, geboren, lebt aber seit langem in Blumenthal. Claus Beese schreibt auf amüsante und unterhaltsame Weise kurze Begebenheiten rund um sein Hobby Angeln sowie hintergründige und ernste Geschichten mit maritimen Hintergrund, die er seinem Leben als Freizeitkapitän entnimmt. Seit einiger Zeit wendet sich Claus Beese aber auch verstärkt der Dichtung zu (z.B. Gedichtbände aus der Reihe "Poesie der Meere"). Claus Beese hat bisher 25 Bücher geschrieben, wovon derzeit noch 16 Bücher im Handel erhältlich sind.

Die Lesung begann mit der etwas witzig provokanten Frage an die Zuhörer, ob jemand Haustiere, speziell Katzen, sein eigen nennt!

"Ich mag sie nicht, diese Katze", sagte Claus Beese dann und lachte verschmitzt. "Aber abweisen kann ich sie auch nicht!"

Damit war ein heiterer Abend im heimeligen Kahnschifferhaus eröffnet. Die Gäste hatten sich vor Beginn der Veranstaltung mit Getränken und etwas Knabbereien versorgt und lauschten jetzt gespannt.

Die beiden Geschichten aus seinem Buch: “Ich habe gar keine Katze“ sorgten bei den Zuhörern gleich für viel Heiterkeit, da man in den Geschichten den typischen Charakter der Katzen-Mensch-Beziehung nur zu gut wiedererkennen konnte.

Weiter ging es mit zwei seiner Geschichten aus dem Buch: „Der perfekte Angler“, in denen er aus seiner Zeit in den 60er Jahren als Junge berichtete, als er in Blumenthaler Gewässern das Angeln entdeckte.

Auch bei den beiden herrlich komischen Geschichten aus dem Buch: „Petri Heil, Herr Pastor“ blieb Claus Beese beim Thema Angeln und erzählte vom Pastor Klaaspedder, der aus Liebe zu einer Frau zum Petrijünger wird, was allerdings mit vielen Heimlichkeiten und Ausreden verbunden ist.

Die maritime Seite von Claus Beese kam dann im Buch: „Wasser, Fische und Agenten“ zum Vorschein. Die vorgelesene Geschichte zeigte in selbstironischer Weise, wie ein verrückter Traum von einem neuen Motorboot mit dem Besitz von DODI II (‚Ein Eimer mit Schießscharten‘) endete.

Es folgte dann ein Ausflug in die Welt der Wikinger, von denen Claus Beese behauptete, dass diese wegen seiner Leidenschaft für das Meer (speziell die Ostsee) sicherlich seine Ahnen gewesen seien. Beide Gedichte waren aus seiner Poesiereihe: „Poesie der Meere“.

Eine sehr dramatische und dann doch unverhofft witzige Erzählung aus dem Buch: „Strandgut“, war die Beschreibung über eine Liebe und den Schmerz eines Matrosen beim Abschied von seiner Liebsten, bevor es wieder auf „große Fahrt“ ging. Die Zuhörer mussten dann doch herzlich lachen, als klar wurde, dass die große Fahrt nur in einer Überfahrt zu den Ostfriesischen Inseln bestand.

Seine Verbundenheit mit Bremen-Nord zeigte sich bei Claus Beese dann nochmals in einer der Geschichten von „Jan Kiekut“ (aus dem gleichnamigen Buch). Inspiriert von den Zeichnungen des Karikaturisten Volker Ernsting vom Vegesacker Jungen hat Claus Beese heitere und berührende Anekdoten geschrieben, in denen dieser Junge im Mittelpunkt steht.

Da Ostern vor der Tür steht, so Claus Beese, hatte er die Geschichte „Die Sache mit den Ostereiern“ herausgesucht, in der Jan und seine Freunde herauszufinden versuchen, ob der Osterhase denn auch die Ostereier legt. Herrlich komisch!

Den Abschluss der Lesung bildete ein kurzer Ausblick auf das voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinende neue Buch von Claus Beese, in dem es um Geschichten von einesm Klabautermann und seiner Begegnung mit Jan Kiekut geht.

Es war ein gelungener Abend, der nach zwei Stunden mit stillem Schmunzeln oder auch herzlichem Lachen viel zu schnell verging und von den Zuhörern mit viel Applaus für den Autoren belohnt wurde.