Skip to main content

Tagestour zum Museumsdorf Cloppenburg

Seit Jahren schon organisiert der Heimatverein Farge-Rekum e. V. einmal im Jahr eine Tagestour
zu einem interessanten Ziel in der weiteren Umgebung. Und so lud der Verein am Sonntag den 15.09.2019 zu einer Tagesfahrt zum Niedersächsischen Freilichtmuseum, dem Museumsdorf Cloppenburg ein. Am frühen Morgen startete die Reisegesellschaft mit dem Reisebus ab Bahnhof Farge in Richtung Cloppenburg. Dort angekommen, wurde die Gruppe im Museumsdorf bereits von zwei Museumsführerinnen erwartet. Nachdem zwei Gruppen gebildet wurden, begann die gut einstündige Führung durch das weitläufige Gelände des Museumsdorfes. Zu erfahren war dabei, dass die Anlage bereits im Jahre 1936 eröffnet wurde. Ziel war und ist es, bäuerliches Leben der vergangenen Jahrhunderte zu erhalten und
sichtbar zu machen und Einblicke in die Alltags- und Kulturgeschichte der weiteren Region zu gewähren. Dazu wurden Hofanlagen unterschiedlicher Bauart und Größe, aus dem nordwestlichen Raum an ihrem Originalstandort abgetragen und im Museumsdorf originalgetreu wieder aufgebaut. Diese inzwischen mehr als fünfzig Gebäude waren dann auch zum Teil Ziel des Rundganges. Gesehen werden konnten neben großen Höfen wohlhabender Bauern, auch die kleinen Höfe ärmerer Bauern und Landarbeiter. Einen prägenden Eindruck hinterließen auf jeden Fall die Einfachheit und Bescheidenheit der Menschen, aber auch die sichtbaren Statusunterschiede. Wird dadurch aber auch besonders deutlich, die enorme
Entwicklung hin zu unserer heutigen durchtechnisierten und vom Überfluss bestimmten Gesellschaft und Arbeitswelt. Für Erheiterung sorgte der Besuch der kleinen Dorfschule, in die sich die Gruppe reinzwängte. Nach der Beschreibung der Führerin wurde allen aber auch bewusst, unter welchen anspruchsvollen Bedingungen die Kinder damals gelernt haben.
Weiterhin gewährte der Rundgang eindrucksvolle Einblicke in die Werkstätten verschiedener Handwerker. Viel Zuspruch erlangte dabei das Backhaus. Dieses war in Betrieb und es konnte frisches Brot und frischer Kuchen, nach alten Rezepten gebacken gekauft werden. Hiervon machten dann auch viele aus der Gruppe, zur Freude der Bäckerin regen Gebrauch.
Zur Erholung des, durch das langsame Gehen und die vielen Eindrücke anstrengenden Vormittags versammelte sich die Gruppe zur Mittagspause im Dorfkrug des MuseumsdorfesBeim gemeinsamen Mittagsessen entstanden viele angeregte Gespräche. Der Nachmittag, bis zur Abfahrt des Busses stand allen zur freien Verfügung. Nun konnte nochmals in aller Ruhe das Dorf, nach eigenem Belieben erkundet werden. Dies wurde auch gerne angenommen, so dass nun das eine oder andere Gebäude etwas näher inspiziert werden konnte.
Viele haben sich darüber gewundert, wie die Menschen damals in den Bettschränken geschlafen
haben. Diese ließen überhaupt keinen Vergleich zu, zu unserer heutigen meist üblichen Form von Schlafzimmern. In einer großen Remise konnte zudem noch eine Ausstellung über die damalige Kultivierung der zum Teil sehr kargen Landschaft entdeckt werden. Beeindruckend war die dabei eingesetzte Technik. Unter zur Hilfenahme riesiger Flüge, von Dampflokomobilen an Stahlseilen gezogen wurde das Land metertief umgebrochen, um es hinterher wirtschaftlich nutzen zu können.
Da auch jeder noch so interessante Tag irgendwann mal zu Ende geht, trat die Gruppe am späten Nachmittag wieder die Heimreise an. Rückblickend wurde festgestellt, dass das Museumsdorf sehr interessant und lehrreich ist. Viele kannten es allerdings auch schon von vergangenen Besuchen.
Am Ausgangspunkt der Tagesfahrt angekommen, konnte abschließend festgestellt werden das es ein gelungener Tag war. Den Eheleuten Inge und Hans-Martin Zientek, als Organisatoren des Heimatvereins Farge-Rekum e. V. galt ein besonderer Dank der Gruppe hierfür.
Quelle: Holger Jahn
mehr Bilder