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Neue "Herzen gegen Schmerzen"

Seit Mai 2018 bietet der Heimatverein Farge-Rekum e.V. einen Handarbeitsnachmittag an. Dieser Termin wurde sehr gut angenommen. Unser Vereinsmitglied Helga Bruns leitet diese Veranstaltung und berichtet von dem Projekt:

„HERZEN GEGEN SCHMERZEN“

Bei den „Herzen“ handelt es sich um kleine, sehr weiche Kissen, die an Brustkrebs erkrankte Frauen in die Achselhöhle legen können. Die Kissen werden dankbar angenommen, denn sie lindern die Schmerzen und spenden ein klein wenig Trost. Das Projekt wurde von einer dänischen Krankenschwester ins Leben gerufen und die Idee verbreitete sich sehr schnell weltweit.

Helga hatte die Kissen schon öfter genäht und hatte Erfahrungen damit. Warum sollten wir uns nicht auch dieser Aktion anschließen? Die Handarbeitsgruppe war von Helgas Vorschlag begeistert. Sehr schnell wurde er umgesetzt. Helga schnitt die Stoffe zu und nähte die Kissenhüllen. Das Auswiegen des Füllmaterials, das Füllen und das Zunähen erfolgte in der Handarbeitsgruppe im Kahnschifferhaus. So entstanden in diesem Frühsommer 20 Herzkissen und im Herbst werden weitere 20 Kissen gefertigt. Helga Bruns wird diese Kissen am 28.Oktober 2019 im Krankenhaus Bremen-Nord auf der Frauenstation abgegeben und sicherlich wird sie danach berichten, was sie dort erlebte.

Der Heimatverein bedankt sich bei allen Menschen, die uns bei diesem Projekt unterstützen.


 

Heimatverein Farge-Rekum und der Schifferchor Rekum präsentierten sich im Gerhard Marcks Haus

Am Freitag, dem 12. April beginnt ein besonderes Event im Gerhard Marcks Haus:

„Fünf Tage – fünf Kontinente“

Im Rahmen der Ausstellung von Luise Kimme zeigen das Gerhard Marks Haus und Bremer unterschiedlicher kultureller Herkunft ihre Geschichten, Traditionen, Sehenswürdigkeiten, Musik, Tanz und Literatur unter dem Motto: „Wer lebt heute in Bremen“.

Am Eröffnungstag (Freitag, 12. April, 18:00 Uhr) wird Europa vorgestellt. Die Veranstaltung beginnt mit Informationen und Musik aus Bulgarien.

Der Abend wird dann ab 19:30 Uhr vom Heimatverein Farge-Rekum und dem Schifferchor Rekum fortgeführt. Arend Wessels und Bernhard Dietrich zeigen die Präsentation: „Farge-Rekum - ein Ortsteil ganz im Norden von Bremen stellt sich vor“ und der Schifferchor sorgt für die maritime musikalische Untermalung. Der Abend endet um 21:00 Uhr.

Wir hoffen auf zahlreiche Gäste, nicht nur aus Bremen-Nord.

Die weiteren Abende:

Samstag, 13. April, ab 18:00 Uhr geht es um Nordamerika und Kanada

Sonntag, 14. April, ab 18:00 Uhr stellen sich Südamerika und Australien vor

Dienstag, 16. April, ab 18:00 Uhr ist Asien im Fokus der Vorträge

Mittwoch, 17. April, ab 18:00 Uhr geht es um Afrika.

Siehe auch Veranstaltungskalender des Gerhard Marcks Haus - https://marcks.de/de/besuch/veranstaltungskalender/

Der Eintritt in das Gerhard Marcks Haus ist an diesen Abenden jeweils kostenlos.

- Bericht zur Veranstaltung, siehe Website "Veranstaltungen 2019"-

 


 

Neue Infotafel am Kahnschifferhaus

Mit vereinten Kräften wurde die neue Schautafel, in der über die aktuellen Veranstaltungen im Kahnschifferhaus informiert wird, aufgestellt.

 


 

Stellungnahme des Heimatvereins zum Zeitungsartikel Weser-Kurier – Die Norddeutsche – 29-01-2019: "Bis in die eigene Familie"

siehe Link zum Zeitungsartikel Weser-Kurier – Die Norddeutsche – 29-01-2019

… der Heimatverein tut sich mit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Farge und in den eigenen Reihen bis heute schwer…… . Auch 70 Jahre danach ist dem Verein das Thema offenbar noch zu heiß.

Diese Aussage zeigt, dass Herr Chantelau sich mit den Gegebenheiten vor Ort nicht auskennt und keine verlässlichen Recherchen betrieben hat. Er kennt nicht die Arbeit der Vereine vor Ort und das Engagement von Vereinsvorständen und Einzelpersonen. Er gibt hier seine persönliche Meinung wieder und fügt durch die Veröffentlichung in der Presse dem Ansehen des Vereins erheblichen Schaden zu. Nicht nur der Verein sondern auch einzelne Personen werden hier verleumdet. Die Aussage „in den eigenen Reihen“ bezieht sich auf den Vorstand und jedes Vereinsmitglied.
Eigentlich erübrigt es sich, diese falsche Aussage detailliert zu widerlegen, denn dem überwiegenden Teil der Vereinsmitglieder und der Farge-Rekumer Bevölkerung sind die Tätigkeiten des Vereins bekannt.
Deshalb hier nur ein kleiner Auszug der Aktivitäten, die sich mit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit im Ort befassen:
Schon in den 60er Jahren verfassten Heinrich Garrn und Hans Lübsen für das Heimat- und Vereinsblatt Ausarbeitungen zum Bunkerbau und zur Lagersituation. (siehe z.B. Heimat-und Vereinsblatt Heft 18)
Die erste Ausstellung über den Bunker Valentin wurde in den 90er Jahren im Kahnschifferhaus gezeigt. Diese Ausstellung steht jetzt in der Baracke 27.
Rainer Christochowitz, mehrere Jahre 2. Vorsitzender des Heimatvereins , war der erste, der Führungen im Bunker durchführte und im Jahr 2000 das Buch „U-Boot-Bunkerwerft Valentin“ veröffentlichte.
Das Archiv des Heimatvereins verfügt über eine große Sammlung von Bildern und Dokumenten, die von Historikern für Publikationen eingesehen wurden und bei der Einrichtung der Gedenkstätte im Bunker der Landeszentrale für politische Bildung zur Verfügung standen. Beispiel einer Publikation ist das Buch „Bunker Valentin“ von Dr. Marc Buggeln, in dessen Nachwort Rita und Gerhard Scharnhorst für die Unterstützung gedankt wird und in dem zahlreiche Fotos aus dem Archiv des Heimatvereins enthalten sind.
Gerhard Scharnhorst, der langjährige 1. Vorsitzende des Heimatvereins, gehört zu den Gründern des seit 1999 bestehenden Vereins Dokumentations-und Gedenkstätte Geschichtslehrpfad Lagerstraße /U-Boot-Bunker Valentin.
Dieser Verein hat in seine Vereinsziele folgendes aufgenommen: „Aufarbeitung der NS-Vergangenheit“.
Seit Gründung dieses Vereins bis heute gehören Mitglieder des Heimatvereins zum Vorstand. Der Verein Geschichtslehrpfad organisiert seit seinem Bestehen verschiedene Gedenkveranstaltungen, Ausstellung und Vorträge sowie Konzerte und Lesungen im Bunker wie z.B. das Konzert des Deutsch-Polnischen Chores Bremen „Blicken wir der Wahrheit ins Auge“.
Am Volkstrauertag wird nicht nur ein Kranz am Ehrenmal Rekumer Straße niedergelegt sondern auch am Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“ am Bunker. Hieran beteiligen sich ein Großteil aller Farger und Rekumer Vereine.

Richtigstellungen zu den falschen Angaben im Artikel

Absatz 1
Wodurch ist belegt, dass vor Ort das Bestehen einer Ortsgruppe der NSDAP „total tabu“ gewesen ist und kaum bekannt ist, dass eine derartige Gruppe bestanden hat?

Absatz 2
Herr Chantelau will „Licht ins Dunkel“ bringen. Dies meint er, mit der Auflistung von Namen zu tun. Lediglich das Nennen von Namen ist keine „Aufarbeitung der NS-Zeit“, dazu gehört vielmehr, z.B. ein wissenschaftliches fundiertes Arbeiten mit genauer Recherche und Verifikation. Hierbei verkennt Herr Chantelau auch, das eine namentlich bekannte Mitgliedschaft oder Nichtmitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen allein nicht als Beleg für Täterschaft oder Nichtbeteiligung gelten kann. Bereits die amerikanische Militärregierung erkannte schnell, dass Täter häufig vermieden, formale Mitgliedschaften in der NSDAP und deren Unterorganisationen einzugehen.

Absatz 3
"Vor 1939 war Farge ein weißer Fleck auf der Landkarte Bremer Historiker“
Hier ist augenscheinlich keinerlei Recherche erfolgt und lediglich eine Behauptung aufgestellt worden. Es gibt eine Vielzahl von Publikationen Bremer Historiker. An erster Stelle ist hierzu Prof. Herbert Schwarzwälder – Das große Bremen-Lexikon zu nennen, ein Standardnachschlagewerk zur Bremer Geschichte. Der Artikel über Farge (S. 205) nennt neben dem Bunker auch die Witteborg, die Freiwillige Feuerwehr und die Schule und setzt zeitlich somit deutlich vor 1939 an. Wer Regionalgeschichte Bremens schreiben möchte, sollte dieses Buch häufiger mal in die Hand nehmen. Empfehlenswert ist auch die Lektüre von Schwarzwälders „Geschichte der Freien Hansestadt Bremen“ (5 Bände), in der Farge in den Bänden 1 (bis 1810), 2 (1810-1918) und 4 (1933-1945) Erwähnung findet.
(Wenn einem das noch zu wenig an Erwähnung ist, muss man sich vielleicht damit abfinden, dass Farge eben ein kleiner Ort ist, in dem wenig Weltbewegendes passierte. Der Ort könnte ohne den Bunker so oder ähnlich fast überall in Nordwesteuropa zu finden sein.)
Geschichtliche Daten stehen in einem Aufsatz von Prof. Dr. Trüper, erschienen in der Festschrift zum 75. Jubiläum des Heimatvereins, mit dem Titel „Bremen holte sich Farge-Rekum zweimal“. Dies kurz zusammengefasst: Farge wechselte erstmals 1437 in die stadtbremische Landeshoheit, Rekum erstmals 1498. Nach dem 30jährigen Krieg ging Farge-Rekum in schwedischen Besitz über. Nach einer Folge politisch verschiedener Zugehörigkeiten 1939 wieder – zum zweiten Mal – an Bremen.

Absatz 4
Hier enthält die Auflistung der Namen (siehe oben) keinerlei Aussage zur Bedeutung dieser Ortsgruppe vor Ort. Wie brachten sich die Mitglieder im Sinne der NSDAP vor Ort ein, wie agierten sie während des Bunkerbaus, wie nach Kriegsende. Ohne diese Betrachtungen ist es nicht sinnvoll, lediglich Namen in den Raum zu stellen. Der Geschichtswissenschaftler würde weiterhin auch nach Verstrickungen von Nichtmitgliedern der NSDAP forschen! Mit dieser Aussage verkennt Chantelau auch, dass z.B. eine Nichtmitgliedschaft in bestimmten Berufsgruppen (Lehrer, Juristen, Staatsbedienstete) die Entlassung zur Folge hatte, was auch der Entnazifizierungsbehörde bekannt war (Die pure Mitgliedschaft in der NSDAP war nie strafwürdig, erst recht nicht bei Jugendlichen). Nichtmitglieder, das zeigen zahlreiche Beispiele, profitierten aber durchaus auf hohem Niveau von den Verbrechen. Stichwort hier ist die Aufnahmesperre: Nicht jeder, der wollte, konnte der Partei auch beitreten. Mit Einbeziehung der Unterorganisationen ist trotzdem von einem Anteil von 50% der Bevölkerung auszugehen, der nationalsozialistisch organisiert war. Die historische Aussagekraft einer reinen Namensliste ist demnach nicht vorhanden.
(Wie lang ist denn die Liste? Unter 50% der Bevölkerung? Dann wäre Farge-Rekum ein Hort des Widerstandes!)

Absatz 5
"Nach dem Krieg wurde über ihre Tätigkeit kein Wort mehr gesprochen"
Wie kann Herr Chantelau dies belegen?
Gar nicht, denn es ist schlicht nicht wahr. Bereits Anfang der 80er Jahre stellten sich nicht wenige Einwohner von Farge und Rekum Schulklassen des SZ Sandwehen für Interviews zur NS-Zeit zur Verfügung.
Der ehemalige Ortsgruppenleiter Johann Dietrich Trüper war Gründungsmitglied des ehemaligen Vereins für Gemeinwohl, dem Vorläufer des Heimatvereins. 1. Vorsitzender nach dem 2. Weltkrieg war Heinrich Garrn.
Dies ist wiederholt eine falsche Angabe und zeigt die oberflächlichen Recherchen.
Der Historiker Prof. Dr. H.-G. Trüper nannte seinen Großvater J.D. Trüper einen "Mitläufer". Seine Forschungen erbrachten keine anderen Erkenntnisse.
"Der Heimatverein tut sich mit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit…schwer…"
Siehe oben (wer sich mit dem Thema leichttut, macht viele Fehler).

"Auch 70 Jahre danach ist dem Verein das Thema offenbar zu heiß"
Die persönliche absichtlich provokativ formulierte Wahrnehmung von Herrn Chantelau zeigt, dass er sich in der Arbeit der Vereine vor Ort nicht auskennt und mit diesem Satz nur für Aufsehen sorgen wollte. Wenn er eine derartige Behauptung aufstellt, sollte er sie auch belegen können.
Herr Chantelau hat im Heimatverein eine Ausstellung machen wollen. Von einem Vortrag war nicht die Rede.
Eine Ausstellung war aus mehreren Gründen nicht möglich. Nachträglich erweist es sich als richtig, diese Ausstellung abgelehnt zu haben, denn es sind offensichtlich in der Ausarbeitung von Herrn Chantelau zu viele Fehler, schlechte Recherchen, unverifizierte Aussagen enthalten.

 

 


 

Beiträge des Heimatverein Farge-Rekum zum Datenschutz

Um der Datenschutzverordnung zu genügen, hat der Heimatverein folgendes beschlossen:

1. Neue Mitglieder haben ab sofort die Beitrittserklärung mit der anhängenden  Einwilligungserklärung und dem Datenschutzhinweis zu unterschreiben. Ausnahmen davon können wir uns zukünftig nicht erlauben.

2. Die eingetragen Mitglieder werden gesondert in dem jährlich am Jahresende erscheinenden Mitteilungsheft informiert.

Farge-Rekum, eine lange Geschichte

Erhältlich sind sie zur Zeit gegen eine Schutzgebühr von 5,-€
bei der

Blumenthaler Bücherstube
Landrat-Christians-Str. 140
28779 Bremen

oder zu den Archivzeiten oder Ausstellungen im Archiv
des Heimatverein im Kahnschifferhaus