Vereinsziele

           Die Vereinsziele sind in der Satzung festgelegt:
           Der Verein bezweckt im Gebiet der ehemaligen Gemeinden Farge und Rekum

             - die Erhaltung und Pflege niederdeutschen Volkstums und Sprachgutes,
             - die Pflege und Erhaltung des dem Verein gehörenden Ehrenmals und
               des Kahnschifferhauses sowie der Einsatz für andere im Vereins-
               bereich  gelegene Baudenkmäler, historische Gebäude und Schutz von
               Umwelt, Natur und Landschaft.
             - Verbesserung des Wohnwertes für die Bevölkerung ,
             - Sammlung und Unterhaltung niederdeutschen Schrifttums, Angebot
               von Vorträgen und Lesungen in niederdeutscher Sprache,
               Ausstellungen, Sammlung von Bild- und Tonmaterial, Erforschung
               geschichtlicher  Ereignisse und des heimischen Brauchtums.

Geschichte des Vereins

- Vorlauf

Die erste Wurzel zu unserem Verein finden wir im 1. Bürgerverein Farge, der bis 1912 bestanden hat.
In der Gemeinde Rekum (selbständig bis 1923), entstand am 1.3.1919 der „Verein für Gemeinwohl Rekum“, dessen 1. Vorsitzender Johannes Diedrich Trüper sich für die Gemeindeinteressen einsetzte.
In Farge erfolgte im Jahre 1927 die Wiedergründung des Bürgervereins. Auch dort setzte man sich für die Beseitigung kommunaler Mißstände ein, beachtete den Aspekt der Erhaltung alter Bausubstanz und betätigte sich auf dem kulturellen Sektor ähnlich wie die Rekumer.

- die Gründung

1934 wurde der Gemeindeschulze Richard Taylor durch einen preußischen Ministerialerlass gezwungen, beide Vereine zusammenzulegen. Der Aufgabenbereich umfaßte die Fremdenverkehrswerbung und die Pflege heimatlicher Kultur und Landschaft. Der 1. Vorsitzende wurde J.D. Trüper.
Die letzte Versammlung fand im Januar 1944 statt, danach ruhte die Vereinsarbeit bis 1948, wo durch Initiative des Gründungsmitgliedes J.D. Trüper der Heimatverein Farge wiederbelebt wurde und Heinrich Garrn zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.


- die Entwicklung

Bis 1950 war die Zahl der Mitglieder von gut 100 wieder auf 165 gestiegen und ist dann langsam bis auf fast 400 angewachsen.
Aus den vielen Aktivitäten des Vereins sei hier an einige erinnert:
Da waren die beiden Erntefeste mit Umzügen von 1951 und 1952, in denen die Vereine und Unternehmen ca. 30 Festwagen stellten.
Viele Mitglieder werden sich gerne an die vielen Busfahrten und Ausflüge erinnern, die mit dem Ausbrechen der Reisewelle in der Bundesrepublik auch vom Heimatverein durchgeführt wurden.
Die Herausgabe des Heimatblattes in den Jahren 1963 bis 1975 hat der Bevölkerung von Farge und Rekum in 75 Ausgaben einen recht umfassenden Einblick in die Geschichte und Entwicklung dieser beiden ehemaligen Dörfer gegeben und nicht wenig auch zur Unterhaltung der Bewohner beigetragen. Hiermit sind die Namen Heinrich Garrn und Hans Lübsen besonders verknüpft.
Der Heimatverein Farge änderte seinen Namen am 25.1.1976 in Heimatverein Farge-Rekum und trägt seit  dem 28.6.1978 die Abkürzung e.V.

Jahreshauptversammlung vom 27.1.1976

Ins Vereinsregister eintragen
Heimatverein Farge ergänzt seinen Namen um "Rekum"
Farge (hhb) Der Heimatverein Farge, vor dem zweiten Weltkrieg aus dem Rekumer Verein für Gemeinwohl und dem Farger Heimatverein durch Fusion gebildet und 1948 wiedergegründet, wird sich jetzt um die Eintragung ins Vereinsregister bemühen. Um auch den alten Ortsnamen Rekum zu erhalten, soll der Verein zukünftig "Heimatverein Farge-Rekum e. V." heißen. Eine neue Satzung, die die bisher gültige und aus der Nachkriegszeit stammende überalterte ablöst, ist auf der Jahreshauptversammlung bereits verabschie¬det worden. Sie sieht unter anderem vor, daß die gewählten Vertrauensleute zukünftig beratend an den Vorstandssitzungen teilnehmen können.
Ausgearbeitet worden war die neue Satzung vom Vorstand, der auf der .Jahreshauptversammlung geschlossen wiedergewählt wurde. Wilfried Kobbe wird weiterhin als erster Vorsitzender fungieren.
Im Amt bestätigt würden auch Wilhelm Asendorf (zweiter Vorsitzender), Hans Lübsen und Johann Segelken (1. und 2. Schriftführer), sowie Willy Heldt und Hans-Martin Zientek (1. und 2. Kassierer).
Hinrich Böcker wurde auf der Jahreshauptversammlung in Anerkennung seiner langjährigen Vereinszugehörigkeit und Einsatzbereitschaft zum Ehrenmitglied ernannt.
In Absprache mit den übrigen Ortsansässigen Vereinen wurden folgende Veranstaltungstermine festgelegt: 21. Februar Winterfest bei Meyer Farge, 9. Oktober Herbstball und 27. November Niederdeutscher Abend.
Bevor Dr. Walter Heidbreder zum Abschluß der Veranstaltung einen Lichtbildervortrag über  „Tessin“ zeigte, hatte der Bürgerschaftsabgeordnete Wilfried Arand - er nahm gemeinsam mit den Vorsitzenden der übrigen Farger Ortsvereine und dem Rekumer Schulleiter als Gast an der Zusammenkunft teil - den Versammlungsteilnehmern auf deren Bitten noch die jetzt eingetretene Neuregelung bei den Kanalanschlußgebühren erläutert. Wie er andeutete, will er sich für Farge um Ausnahmeregelungen bemühen, da dort sonst viele Besitzer sehr großer, aber nur teilweise genutzter Grundstücke besonders hart von den Kostenerhöhungen betroffen würden.