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Auswirkungen des U-Boot-Bunker-Baus auf den Ort Rekum

Im Herbst 1938 wurde mit dem umfassenden Bau eines großen unterirdischen Öllagers in Farge begonnen, und im gleichen Jahr ließ die Kriegsmarine die Ausschachtungsarbeiten zur Errichtung eines riesigen Treibstofflagers in Rekum wieder aufnehmen. 1943 wurde im Weservorland zwischen Rekumer Deich und Strom mit dem Bau des gigantischen U-Boot-Bunkers "Valentin" begonnen, um später störungsfrei U-Boote bauen zu können.
Zu diesen umfangreichen Bauvorhaben benötigte man große Flächen Landes. Die Farge-Rekumer Bauern wurden zur Landabgabe aufgefordert, ein beträchtlicher Teil ihrer Ländereien wurde enteignet.
Bei vier Landwirten reichte der Rest ihres Besitzes zur Aufrechterhaltung ihrer Existenz nicht mehr aus. Vier hiesige Bauernfamilien wurden umgesiedelt:
1944 verzogen Bernhard Lübsen nach Bunde bei Weener, Kreis Leer, Johann Schnibbe nach Hilkenborg an der Ems, Kreis Leer, Johann Gräfing nach Neermoor, Kreis Leer. Die Familie Heinrich Morisse verließ Rekum im Jahre 1949 um einen Marschenhof in Niens über Langwarden/Butjadingen zu übernehmen.
(H. Garrn, Heimat- und Vereinsblatt Nr. 41)

Diese  vier Höfe wurden bereits 1534 im ältesten Namensverzeichnis der Rekumer Bauern erwähnt.  Es handelt sich hierbei um ein Schatzregister, in dem alle Bewohner des Erzstiftes rechts der Weser eingetragen waren, und das zur Berechnung der Grundsteuer diente. (Quelle: Stade 105 b, Fach 103 - Nr. 27)